24.10.2017 09:00

100 Jahre Soziale Arbeit – eine lange Vergangenheit, doch nur eine kurze Geschichte

Von: Alfred Hans Feiler

Unsere Sponsoren

Musikalische Eröffnung: Das Hochschulorchester, unter der Leitung von Steffi Bade-Bräuning machte den Anfang

Grußworte: Prof. Dr. Christian Maercker, Rektor der Hochschule Esslingen

Gratulationen zum Jubiläum:Manfred Lucha, MdL, Minister für Soziales und Integration, Baden Württemberg

Gratulationen zum Jubiläum: Dipl.-Ing. (FH) Ingo Rust, Finanzbürgermeister Stadt Esslingen

Grußworte und Rückblick auf den Schwäbischen Frauenverein: Beate Bulle-Schmid, Vorsitzende des Schwäbischen Frauenvereins e.V.

Grußworte und Gratulation: Prof. Dr. Peter Schäfer, Vorstandsvorsitzender des Fachbereichstags Soziale Arbeit

Dank und Hinweis auf Jubiläumsschrift „100 Jahre Lehre und Forschung für Soziale Berufe“: Prof. Dr. Astrid Elsbernd, Dekanin der Fakultät SAGP

Vortrag „Nach 100 Jahren – Wo wir heute stehen“: Prof. Dr. Falk Roscher, Ehemaliger Rektor der Hochschule für Sozialwesen Esslingen

Vortrag „Wie werden wir leben? Soziologische Perspektiven auf Konflikte und Kooperationen“:

Am 20. Oktober 2017 feierte die Fakultät Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege (SAGP) im Neckar-Forum in Esslingen das Jubiläum: 100 Jahre Lehre und Forschung für Soziale Berufe.

Das beeindruckende Programm spannte thematisch einen weiten Bogen vom Jahr 1917 bis heute 2017. Die 400 Gäste aus Politik, Wissenschaft, Wohlfahrtsverbänden, Unternehmen und Hochschule folgen den facettenreichen Grußworten, den musikalischen Einlagen, den Vorträgen und – zum Ende der Veranstaltung – dem Stuttgarter Improvisationstheater mit viel Applaus, Humor und ausgiebigem Lachen.

Zur langen Vergangenheit:

Jahr 1917
Die Wurzeln der Fakultät SAGP der Hochschule Esslingen liegen in der Sozialen Frauenschule des Schwäbischen Frauenvereins e.V., die 1917 in Stuttgart gegründet wurde.

Jahr 1971
Aus der Höheren Fachschule des Schwäbischen Frauenvereins entwickelte sich die Fachschule für Sozialwesen.

Jahr 1974
Mit etwa 300 Studierenden zog die Fachhochschule für Sozialwesen von Stuttgart nach Esslingen an den Standort Flandernstraße.

Jahr 2006
Die beiden Esslinger Fachhochschulen – Hochschule für Sozialwesen und Hochschule für Technik – fusionieren zur Hochschule Esslingen.

Jahr 2017
Die Fakultät SAGP hat heute etwa 1100 Studierende und bietet 4 Bachelor- und 4 Masterstudiengänge an.

Zur kurzen Geschichte:

Die hier gewählte Formulierung „Die Soziale Arbeit hat eine lange Vergangenheit, doch nur eine kurze Geschichte“, geht auf den Psychologen Hermann Ebbinghaus zurück.  Das soll bedeuten, dass die Wurzeln dieser Disziplin weit in die Vergangenheit zurück reichen, als anerkannte Wissenschaft jedoch gibt es „Soziale Arbeit“ erst seit 2006, also seit 11 Jahren.

Soziale Arbeit als Handlungswissenschaft:

Mit wissenschaftlichen Aspekten der Sozialen Arbeit, als so genannte Handlungswissenschaft, beschäftigten sich die beiden Vorträge „Nach 100 Jahren – Wo wir heute stehen“, von Prof. Dr. Falk Roscher, dem ehemaligen  Rektor der Hochschule für Sozialwesen, und „Wie werden wir leben? Soziologische Perspektiven auf Konflikte und Kooperationen“, von Prof. Dr. Anette Treibel, Leiterin des Instituts für Transdisziplinäre Sozialwissenschaften der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe. 

Beide Vorträge waren - aus  Sicht einer wissenschaftlichen Positionierung - interessant. Es wurde die Position der Sozialen Arbeit im Konglomerat von Soziologie, Ökonomie, Jurisprudenz, Psychologie, Politologie, Geschichtswissenschaft, den Ingenieurwissenschaften und den Informationswissenschaften  heraus gestellt und  deren Erkenntnisprogramm verständlich gemacht.  Im letzten Vortrag von Prof. Treibel wurden Hypothesen aufgestellt, um zukünftige Szenarien („Wie werden wir leben?“) besser einschätzen zu können. Der Hinweis auf den „Prozesssoziologen“ Norbert Elias war hier für die Zuhörer hilfreich.

Impro-Theater zum Abschluss

"5, 4, 3, 2, 1 - los!" So zählte das Publikum eine neue Szene ein. Was dann folgte, waren  Theaterszenen, die es vorher so noch nie gegeben hat und auch nie wieder geben wird.
Der wesentliche Unterschied zum herkömmlichen Theater besteht beim Impro-Theater darin, dass keine der Szenen vorher einstudiert wurde. Das Publikum im Neckar-Forum war dazu aufgefordert worden, im Zuge bestimmter Vorgaben Begriffe einzuwerfen, die dann auf der Bühne schauspielerisch umgesetzt wurden. Wer von den Gästen seine Lachmuskeln - nach den gespielten Szenen - nur zum leichten Grinsen nutzen konnte oder wollte, dem war wirklich nicht mehr zu helfen! 

Sponsoren

Während das „Sponsoring“ bei den Fakultäten der Ingenieurwissenschaften schon weiter fortgeschritten ist, ist es bei der Fakultät SAGP, bei großen Potentialen, noch am Anfang.
Dennoch war es möglich Partner zu gewinnen, die für ihr finanzielles Engagement Werbung auf Banner, roll-ups und Plakaten als Gegenleistung erhielten. Der VDF war auch dabei.
Vielen Dank für die Unterstützung!