05.12.2018 08:00

1868 – 2018: Von der königlich württembergischen Baugewerkeschule zur Hochschule Esslingen Hochschulorchester, Esslinger Liederkranz und SING-Uni begeistern

Von: Alfred-Hans Feiler/Wolfgang Bauer

Dipl. Ing. (FH) Jörg Eisinger führte gekonnt durch das Programm.

Ein Blick in die Aula, Hochschule Esslingen, Campus Flandernstrasse.

Hochschulorchester, SING-Uni und Esslinger Liederkranz begeisterten.

Beim Get-together. Das quergetragene Farbband zeigt die Zugehörigkeit zu einer der sechs Esslinger Verbindungen.

Am Montag, den 03. Dezember 2018 hatten die Esslinger Verbindungen und der Verein der Freunde der Hochschule Esslingen zu einem Konzert, anlässlich 150 jährigen Geschichte der Hochschule, eingeladen. Die geladenen Gäste hatten bei der Ankunft gegen 20 Uhr wohl nur eine Sorge, ihren Regenschirm daheim vergessen zu haben, denn es regnete und windete aus dunklen Wolken. Drinnen aber, in der Aula der Hochschule Esslingen, Campus Flandernstraße, wo man sich an der Garderobe drängte, kam jeder mit jedem beim Sektempfang schnell ins Gespräch.  

Die Moderation

Jörg Eisinger, der Moderator, selbst Absolvent der Fakultät Maschinenbau, führte informativ und kurzweilig durch das Programm. Nach den Begrüßungen der Gäste, der Ehrengäste und der Ehrensenatoren zeichnete er die 150-jährige Geschichte der Hochschule Esslingen nach.
In diesem historischen Zeitrahmen, mit seinen bekannten Kriegswirren, sind der Verein der Freunde der Hochschule Esslingen (gegründet 1949) und die Esslinger farbtragenden Verbindungen, deren erste bereits um 1884 gegründet wurde, stark mit verwoben. Danach leitete er auf das musikalische Abendprogramm über: Ouvertüre der Oper „Carmen, Georges Bizet, Klarinettenkonzert A-Dur, Wolfgang Amadeus Mozart, St. Paul’s Suite, Gustav Theodore Holst, Medley aus dem Musical „West Side Story“, Leonhard Bernstein und Ode an die Freunde aus der 9. Sinfonie, Ludwig van Beethoven.

Georges Bizet

Auch heute noch gehört Bizets Carmen zu den meist aufgeführten Werken des Opernrepertoires.

Das Hochschulorchester begann das Konzert schwungvoll mit der Ouvertüre aus dieser Oper, die separat aufgeführt, nicht minder populär ist.

Wolfgang Amadeus Mozart

In der Musikepoche ging es nun einige Schritte zurück zur Wiener Klassik und Wolfgang A. Mozart.

Frank Bunselmeyer, Klarinettist beim Staatsorchester Stuttgart, brillierte beim Konzert für Klarinette und Orchester A-Dur. Auf der Bassettklarinette zeigte er seine technische Versiertheit, verbunden mit starkem Ausdruck und einer eindrucksvollen Gestaltung.

Das Orchester begleitete gefühlvoll, gut angepasst und dennoch akzentuiert in Mozartscher Stilistik.

Gustav Holst

Aus der Feder des englischen Komponisten Gustav Holst, einem Vertreter der Spätromantik, stammt die viersätzige St. Pauls Suite, bestehend aus einem lebhaften irischen Volkstanz (6/8 und 9/8 Takt), einem Ostinato, einem Intermezzo mit einem weiteren schwungvollen Tanz und schließlich dem Finale. Im diesem vierten Satz, den Holst auch in seiner „Second Suite in F“ verwendet hat, kombiniert er die traditionellen Weisen „The Dargason“ und „Greensleeves“ kunstvoll miteinander, was das Hochschulorchester gelungen interpretierte.

Leonhard Bernstein

Mit dem Medley aus dem Musical „West Side Story von Leonard Bernstein durften die Zuhörer in eine völlig andere, nicht minder interessante, Musikwelt eintauchen.

Die Handlung ist eine Übertragung von Shakespeares „Romeo und Julia“ in das New York der 1950er Jahre vor dem Hintergrund ethnischer Konflikte zwischen Puerto-Ricanern und US-Amerikanern.

Die schönsten Melodien, teils rhythmisch betont, teils melancholisch, kamen unter Mitwirkung der SING_UNI und Esslinger Liederkranzes eindrucksvoll zur Aufführung. 

Ludwig van Beethoven

Eines der populärsten Werke der klassischen Musik bildete den würdigen Abschluss des Konzerts,

der vierte Satz aus der 9. Sinfonie von Ludwig van Beethoven. Mit dem Einsatz von Gesangssolisten und einem Chor stellt dieser Finalsatz eine Zäsur in der Musikgeschichte dar und beeinflusste nachfolgende Generationen. Das Hauptthema wurde von der Europäischen Gemeinschaft zur offiziellen Europa-Hymne erklärt.

Abschluss und Dank

Noch einmal durfte das Zusammenwirken von Orchester und den beiden Chören genossen werden.

Lang anhaltender Applaus und stehende Ovationen folgten.

Der Dank für einen gelungenen, abwechslungsreichen Konzertabend gebührt dem Hochschulorchester, der SING_UNI und dem Liederkranz Esslingen, unter der souveränen Leitung von Steffi Bade-Bräuning.

Ein kleiner Imbiss und zahlreiche Gespräche rundeten die Veranstaltung beim „Get together“ in der von der VDF-Sekretärin mit ihren HelferInnen liebevoll und weihnachtlich dekorierten Aula ab. Bravo und Danke!