28.10.2019 18:00

Der VDF besuchte Kärcher: „Jeder Tag ist gut für große Ziele“

Von: Alfred Hans Feiler

v.r.: Rektor Prof. Christof Wolfmaier, Kanzlerin Heike Lindenschmid, Prof. Dr.-Ing. Markus Tritschler, Prorektor Gebäude und Infrastruktur

Mitglieder des VDF-Vorstandes, v.l.: Dipl.-Wirt.-Ing. (FH) Markus Sontheimer, c/o Schenker AG, Dipl.-Ing. (FH) Dipl.- Wirt.-Ing. (FH) Dietmar Ness, c/o Ness Wärmetechnik GmbH, Dipl.-Ing. (FH) Bernd Mayer, c/o INDEX-Werke GmbH & Co. KG, Hahn & Tessky

Am 24. Oktober 2019 war der Verein der Freunde der Hochschule Esslingen (VDF) zu Gast bei der
Alfred Kärcher SE & Co. KG in Winnenden. Hartmut Jenner, Vorsitzender des Vorstands, begrüßte Vorstand und Beiräte des VDF, die Hochschulleitung der Hochschule Esslingen und die Gäste im Alfred Kärcher Auditorium.

Hartmut Jenner zeichnete in seinem lebendigen Vortrag die Geschichte von Innovation und Erfindergeist der Firma Kärcher nach. Es begann mit der Unternehmensgründung von Alfred Kärcher im Jahre 1935. Seit 2007 nimmt das französische Wörterbuch „Le Petit Robert“ den Gattungsbegriff „le karcher“ als Synonym für Hochdruckreiniger auf. Im deutschen Duden ist der Begriff „kärchern“ als Synonym für das Reinigen mit Hochdruck etabliert. Aktuell erzielt die Alfred Kärcher SE & Co. KG mit 2,525 Mrd. Euro den höchsten Umsatz in der Unternehmensgeschichte. Erstmalig werden über 13.000 Mitarbeiter in 120 Gesellschaften und 70 Ländern beschäftigt. Für eine lückenlose Versorgung der Kunden auf der ganzen Welt sorgen mehr als 50.000 Servicestellen. Aktuell verfügt Kärcher über mehr als 632 aktive Patente und 110 neue Produkte. Dazu muss noch erwähnt werden, dass 90 Prozent der verkauften Geräte jünger als 5 Jahre alt sind.

In der Presse wurde Kärcher bereits 1980 mit seinem Kultursponsoring bekannt, als die Christusstatue in Rio de Janeiro gereinigt wurde. Jenner kam in seiner Rede auf die umfangreichen Reinigungsarbeiten der Firma Kärcher im Jahr 1998 an den 284 Travertinsäulen und 88 Pilastern der Kolonnaden des Petersplatzes zu sprechen und erwähnte die intensive Vorbereitungszeit und fachliche Kompetenz bei allen Fragen der „Reinigung“ in diesem besonderen Falle. Es sei nur noch erwähnt, dass Kärcher mit dieser Aktion einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde erhielt.

Danach besichtigten die Gäste, die zwei Gruppen aufgeteilt, einige Werkhallen auf dem weitläufigen Firmengelände. Zuerst wurde die Fertigung der „Prototypen“ allen Interessierten vorgestellt, dann Fertigungseinheiten mit digital gesteuerten Prozesseinheiten. Zu erfahren war auch, dass im Winnender Kärcherwerk für Scheuersaugmaschinen Gabelstapler bereits wie von Geisterhand fahren: Völlig autonom und ohne menschliche Hilfe. Zuletzt besuchte jede Gruppe das Kärcher-Museum. Viele der dort gezeigten Exponate stammen noch aus den Anfängen der Gründerzeit.

Wie man leicht aus all dem erkennt, wird das Motto der Firma Kärcher von den Ergebnissen her bestätigt: „Jeder Tag ist gut für große Ziele“.

Traditionell findet nach solchen Werksbesichtigungen die VDF Vorstands- und Beiratssitzung statt.
Dieses Mal standen als besondere Themen auf der Tagesordnung: Die Berichte der neuen Hochschulleitung, die erst seit 01. September 2019 im Amt ist, und die Vorstellung der Ergebnisse des Arbeitskreises „Anforderungen an zukünftige Kompetenzen im Studium“ von Markus Sontheimer.

Der VDF bedankt sich bei Hartmut Jenner und seinem Team für die Gastfreundschaft!

Fotonachweis: Hochschule Esslingen