07.10.2019 09:00

Was erlauben Wind und Wetter?

Von: Alfred Hans Feiler

Stefan Zistler (FTAG) im Gespräch mit Prof. Elke von Seggern, Hochschule Esslingen, Fakultät Angewandte Naturwissenschaften

Gruppenfoto mit Segler: VDF und FTAG

Burg Hohenneuffen

Burgruine Reußenstein

Burg Teck

Einen Termin für einen Segelflugtag kann man planen und festlegen. Ob er ein Erfolg wird, das hängt aber von Wind, Sonneneinstrahlung, Niederschlag und den Sichtverhältnissen ab.

Segelflugtag für die VDF Mitglieder

So auch am 03. Oktober 2019, als der Verein der Freunde (VDF) und die Flugtechnische Arbeitsgemeinschaft (FTAG) an der Hochschule Esslingen zum jährlichen Segeln auf die Alb nach Grabenstetten eingeladen hatten. Die Gäste des VDF verbrachten einen schönen Nachmittag auf der schwäbischen Alb, kamen miteinander ins Gespräch und wurden von der Fliegergruppe Grabenstetten in deren Vereinsheim verpflegt. „Nirgendwo ist die Luft reiner und der Himmel höher, als der auf der schwäbischen Alb“, hörte man sagen. Bei 12 Grad, einem leichten Wind von neun Stundenkilometern und aufgelockerten Wolkenfeldern, zwischen denen sich häufig die Sonne zeigte, konnten etwa 16 Windenstarts durchgeführt werden. Bei einem „Windenstart“ handelt es sich um eine bodengestützte Startvorrichtung für Segler mithilfe von Winde und Seil.

FTAG setzt innovative Impulse

Über einen „Vollautomatischen Windenstart“ hatte Stefan Zistler, Absolvent der Fakultät Maschinenbau, seine Bachelorarbeit geschrieben. Zistler leitet die studentische Gruppe der FTAG an der Hochschule Esslingen, ist mehrfach prämierter Segelflugpilot und studiert aktuell Luft-und Raumfahrttechnik.

Zwischen den Starts hatte er Zeit, den Gästen zu berichten, was die FTAG plant. „Wir haben uns seit letztem Jahr auf ein Programm verständigt, an dem wir weiter festhalten: Forschen – Bauen – Fliegen“, so Zistler. Die FTAG möchte aktuell ein Elektrofahrzeug entwickeln, das zum Schleppen von Segelflugzeugen am Boden eingesetzt werden soll. Dabei käme es darauf an, dass das Design und die Ergonomie an ein Flugzeugcockpit angelehnt erscheinen, Antrieb, Batterien und Fahrwerk aber von Dritten übernommen werden. Die Strategie dahinter ziele darauf ab, dass eine junge Generation wieder in die Lage käme, ein Flugzeug in Faserverbund-Bauweise fertigen zu können, so Zistler weiter.  „Wir müssen schauen, was es bereits alles an der Hochschule Esslingen gibt, damit wir uns intern optimal vernetzen und bereits vorhandene Lösungen berücksichtigen“, sagt Stefan Zistler.

Kontakt zur FTAG

Die FTAG freut sich über weitere Studierende, die bei den ehrgeizigen Aufgabenstellungen mitarbeiten und mitgestalten wollen.

Fotonachweis: Feiler/iBEIS.de

Weitere Infos unter: www.ftag-esslingen.de oder www.facebook.com/ftagEsslingen