23.02.2020 09:00

Was für ein Tag!

Von: Alfred Hans Feiler

PEP-Band der Hochschule Esslingen mit „A Night in Tunesia“

Rektor Prof. Christof Wolfmaier mit einer beeindruckenden Rede.

Christine Kumpf, Leiterin Stabsstelle Wirtschaftsförderung der Stadt Göppingen, vergab fünf Preise.

Marc Grün, Leiter des Amtes für Wirtschaft der Stadt Esslingen, zeichnete drei Preisträger aus.

Markus Sontheimer verlieh die Preise des Vereins der Freunde der Hochschule Esslingen (VdF) und gab wertvolle Entscheidungshilfen.

Prorektor Prof. Dr. Fabian Diefenbach (links) vergab die Preise der Firmen, Vereine und Stiftungen.

Absolventinnen und Absolventen kommen selber zu Wort: Julinda Sokoll und Stefan Christian Schlereth, beide Fakultät Graduate School.

Was für ein Tag für 684 Absolventinnen und Absolventen der Hochschule Esslingen, die im voll besetzten Neckar-Forum der Stadt Esslingen am 21. Februar 2020 verabschiedet wurden. Viele  bekamen an diesem Tag Preise und alle ihre Zeugnisse ausgehändigt. Zahlreiche gute Wünsche für ihren weiteren Lebensweg wurden während der Feierstunde ausgesprochen, aber auch lehrreiche Tipps für die bevorstehende Berufspraxis anempfohlen.

Die musikalische Eröffnung mit „A Night in Tunesia“, ein mythischer Jazz-Song aus den 1940-Jahren von J.D. Gillespie, durch die PEP-Band der Hochschule Esslingen, unter der Leitung von Steffi Bade-Bräuning, war der Auftakt im Programmablauf.

Dann machte der neu gewählte Rektor der Hochschule Esslingen, Prof. Christof Wolfmaier, seinen „Aufschlag“ und erreichte in seiner Rede unerwartete Höhen. „Wir verabschieden heute 684 Graduierte, davon 577 Bachelor und 107 Master, der Frauenanteil beträgt 30%. Die Zahl der ausländischen Absolventinnen und Absolventen beträgt 81 aus 29 Nationen unserer schönen Erde“, so Wolfmaier. Das zeige, so Wolfmaier weiter, dass in der Hochschule Esslingen Internationalisierung aktiv gestaltet wird, dass weltumspannende Freundschaften für das Hochschulleben wichtig seien und dass Ausgrenzung und Hass auf dem Campus keinen Platz hätten. In seiner Rede fasste er anschaulich zusammen, welche Perspektiven den Absolventinnen und Absolventen der Hochschule Esslingen offen stehen, was der digitale Wandel in der Berufswelt bewirke und welche Wechselwirkungen dieser Veränderungsprozess für die wissenschaftliche Ausbildung an der Hochschule Esslingen nach sich ziehe.

Der Rektor hatte als Ratschlag ein Zitat von Michael Otto, Vorstandsvorsitzender der Otto Group, mitgebracht: „Wichtig ist, dass der jungen Generation beigebracht wird, dass wir in einem permanenten Wandel leben, und diesen nicht als Bedrohung, sondern als Chance ansehen. Die Jugend muss also ermuntert werden, den Wandel mitzugestalten, anstatt Angst davor zu entwickeln.“

Die beiden Städte, Esslingen und Göppingen, vertreten jeweils durch die Wirtschaftsförderer, vergaben Preise an acht Absolventinnen und Absolventen mit hervorragenden Abschlussarbeiten.
Christine Kumpf, Leiterin Stabsstelle Wirtschaftsförderung der Stadt Göppingen, entbot den Gruß des OB Guido Till und überbrachte die besten Wünsche. Marc Grün, Leiter des Amtes für Wirtschaft der Stadt Esslingen, überbrachte die Glückwünsche des OB Jürgen Zieger.

Markus Sontheimer, selbst vor 25 Jahren Absolvent der Hochschule Esslingen, heute Member of the Board der DB Schenker AG, sprach als Vorstandsmitglied des Vereins der Freunde der Hochschule Esslingen (VdF) zu den Absolventinnen und Absolventen. Er empfahl allen, das Netzwerk, das während der Studienzeit geknüpft wurde, zu halten und zu pflegen und bat die Absolventinnen und Absolventen dem Netzwerk des VdF beizutreten. „Treffen Sie Entscheidungen, es gibt nichts Schlimmeres, als nicht zu entscheiden“, so Sontheimer. Und weiter: „Was machen Sie in Ihrem Berufsleben?“ Sontheimer umriss und erklärte einige pragmatische Entscheidungshilfen aus der modernen Managementlehre:

• Try to find out what really makes you happy!
• Do not plan too much! Let it happen!
• Life is too short to work for the wrong boss!
• Enjoy life and spend time with family and friends!
• Find a company you can identify with!
• Get familiar with IT, data & mathematics!
• Find a sponsor, not a mentor!
• Be critical to information and read a lot!

Danach vergab er 28 Preise des VdF an die besten Absolventinnen und Absolventen eines Studienganges und gratulierte jedem mit einem Händedruck.

Die Preise der Firmen, Vereinen und Stiftungen moderierte der Prorektor für Hochschulentwicklung und Kommunikation, Prof. Fabian Diefenbach. Auch er beglückwünschte die Absolventinnen und Absolventen zu ihren erfolgreichen Abschlüssen und bedankte sich bei allen Beteiligten für die gute Organisation dieser Veranstaltungsfeier, bevor er 37 Preisträgerinnen und Preisträger auf die Bühne bat und zum Gruppenfoto animierte.

Last but not least kamen die Absolventinnen und Absolventen selber zu Wort, vertreten durch Julinda Sokoll und Stefan Christian Schlereth, beide Fakultät Graduate School.

Julinda Sokoll, aus Armenien, absolvierte ihren Master (MBA) erfolgreich. Sie sprach Englisch und zitierte Henry Ford: „Jeder, der aufhört zu lernen, ist alt, egal ob das mit zwanzig oder mit achtzig ist. Wer lernt, bleibt jung. Die größte Sache im Leben ist es, den eigenen Geist jung zu halten“. Damit verband sie die Botschaft an alle Absolventinnen und Absolventen und die Gäste, sich dem Wandel im Leben zu stellen und die eigene „Komfortzone“ zu verlassen.
Christian Schlereth machte seinen Master in Design and Development for Mechanical and Automotive Engineering (DDM). Er erzählte von seinen Erfahrungen im Austausch mit den ausländischen Studierenden. Am Beispiel eines Kommilitonen aus Südamerika, der auf die Frage, wie er sich hier in Deutschland fühle, gesagt haben soll: „Ich fühle mich hier sehr sicher, ich bin ja schließlich nicht ausgeraubt worden“, wollte er zeigen, dass so mancher Zeitgenosse hier in unserem Land es schätzen sollte, was er hat, statt dauernd rum zu jammern und sich zu beklagen.  Heftiger Applaus war ihm sicher!

Fabian Diefenbach läutete das Ende der Feierstunde ein, verwies auf den traditionellen Kandelmarsch des Kandelmarsch e.V. am 31. Juli 2020 und komplimentierte alle Absolventinnen und Absolventen zur Zeugnisausgabe.

Was für ein Tag!

Fotonachweis: iBEIS.de