05.08.2019 09:00

Wir sind jetzt verantwortlich für das, was in der Zukunft geschieht

Von: Alfred Hans Feiler

Ouvertüre zur Oper „Der Barbier von Sevilla“: Ein Tutti kündigt den Beginn der Handlung an, dann übernimmt eine zarte Melodie.

Der Rektor der Hochschule Esslingen, Prof. Dr. Christian Maercker, begrüßte die Absolventen und ihre Familienangehörigen, die Altrektoren, die Ehrensenatoren, die Firmenvertreter, die Professorinnen und Professoren und die Mitarbeiter der Hochschule Esslingen.

Ehrensenator Dietmar Ness, Vorstandsvorsitzenden des Vereins der Freunde der Hochschule Esslingen (VDF), hatte mit seinen Kontakten, u.a. nach Russland, eine „unternehmerische“ Einschätzung zu bevorstehenden Marktentwicklungen.

Dr. Markus Raab, Bürgermeister in Esslingen und zuständig für Ordnung, Kultur, Soziales und Schule bei seiner Ansprache

Christine Kumpf, Leiterin der Wirtschaftsförderung der Stadt Göppingen, erklärte verständlich die mit Preisen gewürdigten Abschlussarbeiten.

Die Bühne füllt sich: 30 VDF Preise, einen Preis vom Deutschen Akademischen Austausch Dienst, einen Doppelabschluss mit der Tecnológico de Monterrey, Monterrey, Mexiko, 36 Firmenpreise

Sebastian Reinhold, Fakultät Maschinenbau, Vertreter der Absolventinnen und Absolventen: Nach den bestandenen Prüfungen in einen Neckarkanal gesprungen.

Am Freitag, den 02. August waren unter den 900 Besuchern, im Großen Saal im Neckar Forum der Stadt Esslingen, 600 Absolventinnen und Absolventen aus 37 Ländern, die ihren Abschlusszeugnissen entgegen sahen.  Wer hätte schon gedacht, dass die Studienzeit so schnell vorbei geht? Jetzt wollte man sich in einer Feierstunde versichern lassen, warum der Prüfungsstress nötig war und was die Zukunft wohl bringen mag.

Musikalische Umrahmung
Die akademische Feier wurde musikalisch umrahmt vom Hochschulorchester, unter Leitung von Steffi Bade-Bräuning, mit der Ouvertüre zur Oper „Der Barbier von Sevilla“ von Gioachino Rossini.
Diese Absolventinnen und Absolventen im Saal, mit ihren begehrten akademischen Abschlüssen der Hochschule Esslingen, waren allerdings keine „Figaros“.

Grußworte
Der Rektor der Hochschule Esslingen, Prof. Dr. Christian Maercker, begrüßte die Absolventen und ihre Familienangehörigen, die Altrektoren, die Ehrensenatoren, die Firmenvertreter, die Professorinnen und Professoren und die Mitarbeiter der Hochschule Esslingen. Er hieß den Bürgermeister der Stadt Esslingen, Dr. Markus Raab, die Leiterin der Wirtschaftsförderung der Stadt Göppingen, Christine Kumpf, und den Vorstandsvorsitzenden des Vereins der Freunde der Hochschule Esslingen (VDF), Dietmar Ness, willkommen.

Maercker begann seine Ansprache mit einem Appell an die Absolventinnen und Absolventen. Er zitierte den Philosophen Karl Raimund Popper: „Unsere Einstellung der Zukunft gegenüber muss sein: Wir sind jetzt verantwortlich für das, was in der Zukunft geschieht“.

Dietmar Ness, der einzige Unternehmer unter den Rednern, umriss in seinem Grußwort die aktuelle ökonomische Situation und beschrieb die Auftragseingänge der Wirtschaft als stagnierend. „Drohende Zölle, Sanktionen gegen Russland, Iran und weitere Länder, der Brexit Großbritanniens aus der EU und die Entwicklung in Syrien und der Türkei stören die Märkte mittlerweile nachhaltig“, so Ness.

Markus Raab, Bürgermeister in Esslingen und zuständig für Ordnung, Kultur, Soziales und Schule, setzte dem Vorredner ein Zitat von Hölderlin entgegen: „Wo Gefahr ist, wächst das Rettende auch“. Der Saal lachte, als er seinem Bedauern Ausdruck verlieh, dass Friedrich Hölderlin nicht Esslinger, sondern ein Sohn der Stadt Nürtingen war. Danach verlieh er die Preise der Stadt Esslingen für die besten Abschlussarbeiten.

Christine Kumpf vertrat den Oberbürgermeister Till, der kurzfristig verhindert war, und verlieh die Preise der Stadt Göppingen. Sie ließ sich Zeit, lass die Titel der jeweiligen Abschlussarbeiten vor und erklärte verständlich, um was es bei diesen wissenschaftlichen Arbeiten ging.

Preisverleihungen
Nach den Preisen für die besten Abschlussarbeiten, füllte sich die Bühne im Neckar-Forum mit 30 Absolventinnen und Absolventen, die die VDF Preise für die besten Abschlüsse in den Studiengängen erhielten.  Außer der Reihe gab es dieses Mal weitere Preise vom Deutschen Akademischen
Austausch Dienst für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender und für den ersten Doppelabschluss mit der Tecnológico de Monterrey, Monterrey, Mexiko. Die Reihen mussten auf der Bühne eng aufrücken, als die 36 Preisträger der Firmen sich dazu stellten.

Rückblick auf die Studienzeit
Vor der Zeugnisausgabe trat der Vertreter der Absolventinnen und Absolventen, Sebastian Reinhold, der dieses Mal aus der Fakultät Maschinenbau kam, vor das Mikrofon. Er zeichnete seine Entscheidungsfindung für ein Studienfach, die Studienzeit an der Hochschule Esslingen, das Auslandssemester, die Freizeitgestaltung mit den Kommilitoninnen und Kommilitonen, die Studienanforderung  und den Prüfungsstress nach. Nach den bestandenen Prüfungen seien einige ins  Wasser eines der nahen Neckarkanäle gesprungen, so Reinhold, und ein Raunen zeigte, dass der Saal verstanden hatte, was es bedeutet, hochgesteckte Ziele in einem anspruchsvollen Studium erreicht zu haben. 

Zeugnisse und Kandelmarsch
Es folgten die Zeugnisausgaben in den jeweiligen Fakultäten und danach der traditionelle und legendäre Kandelmarsch. Hier ein Dankeschön für Organisation und Umzug an den „Kandelmarsch e.V.“.

Rede des Dietmar Ness

Fotonachweis: iBEIS.de