26.09.2017 18:12

Ein „Schaufenster“ mit Fünf Giebeln für die Hochschule Esslingen

Von: Alfred Hans Feiler

Der Dekan der Fakultät GU: Prof. Dipl.-Ing. Gerhard Fetzer

Der Architekt – Prof. Dipl.-Ing. Christian Knoche

Gäste bei der Anmeldung, im Hintergrund die unterschiedlich temperierten Wasserrohre

Blick auf die Metallfassade und die Fensteranordnung

Gemütliches Beisammensein auf dem „Knebelarial“

Die Fakultät Gebäude-Energie-Umwelt (GU) hatte am 21. September 2017 zur Einweihung ihres neuen Laborgebäudes geladen. Und es waren mehr als 200 Gäste aus Unternehmen, Verbänden,  aus der Hochschule Esslingen und aus dem Verein der Freunde der Hochschule Esslingen (VDF) gekommen. Zahlreiche Studierende und Ehemalige (Alumni) waren ebenso neugierig zu erfahren, was hinter dem Merckel’schen Bad – auf dem so genannten „Knäbelareal“ – seit 2012 geplant und gebaut wurde.

Der Dekan der Fakultät GU, Prof. Gerhard Fetzer, begrüßte um 14:30 Uhr die Gäste. Er bedankte sich bei allen seinen Professoren für deren Engagement und deren langjähriges Argumentieren im Hinblick darauf, eines Tages ein solches Laborgebäude für die Fakultät in Betrieb nehmen zu können.

Dieser Tag war nach mehr als 15 Jahren gekommen und zuletzt ganz besonders mit dem Altkanzler Lothar Übele und dessen Finanzierungszusage verbunden. Denn von dem Finanzierungsbedarf von etwa 6,8 Mio. EURO hatte die Hochschule Esslingen etwa 3,5 Mio. EURO zu schultern. Prof. Fetzer spricht von den „engen Vorgaben des Ministeriums“, von vielen „auch kritisch zu begleitenden Planungsschritten“ und von der Unterstützung des Amtes für Vermögen und Bau im Rahmen der Abnahme durch die Kollegen seiner Fakultät.

„Trotz all dem, Sie befinden sich in einem Netto-Plus-Energiegebäude, das viel Platz den etwa 500 Studierenden an der Fakultät für eine praxisnahe Ausbildung bietet“, sagte Fetzer. Man hätte in diesem Laborgebäude alles, was benötigt wäre: Wärmeerzeuger mit Meßeinrichtungen, Brennstoffzelle, Kältetechnik, Klimakammer, Schallraum, Strömungsakustik, Prüfstand für Trinkwasserspeicher, Gebäudeautomation und Sanitärtechnik.

Danach präsentiert der Architekt, Prof. Christian Knoche. Er kam auf die „alten“ Pläne zu sprechen, die für die geplanten Baukörper noch keine Flächenoptimierung vorsahen. Erst die von seinem Büro geänderten und vielfach simulierten „neuen“ Pläne waren flächenoptimiert und würden so – in Zukunft - den weiteren Ausbau des „Knebelarials“ ermöglichen. Dann kam er auf die Metallfassade des Gebäudes, auf die Anordnung der Fenstern und der fünf Giebeln zu sprechen. Er sprach über die Betonwänden im Gebäude und deren exakte Verarbeitung. Die „Technik im Dach“, die von der Esslinger Burg nicht zu sehen sei, wäre ein besonderer kreativer Einfall für seine Planer gewesen, so Knoche.

Prof. Ulrich Eser, der Baubeauftragte der Fakultät GU, präsentierte und erklärte die Technik des neuen Gebäudes, kam auf die unterschiedlichen Wasserkreisläufe und die Gasleitungen zu sprechen und ließ den Eisspeicher im Keller nicht unerwähnt.

Vor der Laborführung und einem gemütlichen Beisammensein bedankte sich der Rektor der Hochschule Esslingen, Prof. Christian Maercker, bei allen, die mitgeholfen hätten, dieses breitgefächerte und innovative Laborgebäude zu realisieren. Er sprach von einem „Schaufenster landesweit“, das der Fakultät Alleinstellungsmerkmale zukommen ließe und verwies auf weitere Innovationen und geplante Erweiterungen auf dem „Knebelarial“. Hier galt sein Dank ausdrücklich Prof. Knoche und dessen Team für die vorausschauenden Planungen und die vorgenommene Flächenoptimierung.

Die Fakultät GU hatte für das leibliche Wohl mit Würstchen und Getränken gesorgt. Die Gäste vom VDF nutzen die Gelegenheit, sich mit den Vertretern der Unternehmen auszutauschen. Ein letzter schöner Sommertag lockte die Gäste zum gemütlichen Beisammensein vor das Gebäude und machen wurde erst auf den Bierbänken klar, dass sie sich auf dem „Knäbelareal“ befanden.    

Fotonachweis: iBEIS.de