25.02.2019 09:00

Feierstunde im Spannungsfeld zwischen „Familiärer Atmosphäre“, „Gesamtwirtschaftlichen Prognosen“ und „Fußgetrampel“

Von: Alfred Hans Feiler

Prof. Dr. Christian Maercker, Rektor der Hochschule Esslingen begrüßte die Gäste und führte durch das Programm.

VDF Vorstandsmitglied, Ehrensenator Dipl.-Ing. Dipl. Wirt.-Ing. Dietmar Ness machte in seiner Rede realistische Prognosen zur aktuellen wirtschaftlichen Situation.

Bürgermeister Ingo Rust, selbst ein Alumni der Hochschule Esslingen, warb darum, Esslingen in guter Erinnerung zu behalten.

Oberbürgermeister der Stadt Göppingen, Guido Till, wollte in seiner humorvollen Rede „nicht wetten“.

Die Preisträger des VDF und die Firmenpreisträger füllten nach und nach die Bühne.

Ein Blitzlicht auf ihre Studienzeit: Aus der Fakultät Angewandte Naturwissenschaftler ließen Patrick Preiser und Christian Beckhaus ihre Studentenzeit, in gekonntem Dialog, Revue passieren.

Ein Blitzlicht auf ihre Studienzeit: Amanda Stephens und Alessandro Canale, aus der Fakultät Graduate School, berichteten über ihre Erfahrungen, in internationalen Teams zu studieren.

Am 22. Februar 2019 wurden 700 Absolventinnen und Absolventen  aus dem Wintersemester 2018/2019 verabschiedet. Nachdem die zahlreichen Studierenden und die Gäste im Neckarforum der Stadt Esslingen Platz genommen hatten, wurde die Feierstunde musikalisch von der Pep-Band der Hochschule Esslingen, unter Leitung von Steffi Bade-Bräuning, mit beschwingtem Jazz eröffnet.

Rektor Prof. Christian Maercker begrüßte mit einer ausgewogenen, weitausholenden Ansprache das Auditorium und machte den Absolventinnen und Absolventen Mut, sich mit ihren guten Ausbildungen und Qualifikationen, die sie an der Hochschule Esslingen erhalten hatten, ihren kommenden Lebensabschnitten zuzuwenden.  Er zeigte, im historischen Rückblick, dass Fehleinschätzungen von Innovationen, im Hinblick auf deren technologisches Potential, nicht selten vorkamen. Nicht Bedenken, sondern Visionen entwickeln, das wäre wichtig, so Maercker.  

„Der VDF wünscht Ihnen Ausdauer, Zielstrebigkeit, Erfolg und Glück“, so im Grußwort von Ehrensenator und Vorstand des Vereins der Freunde der Hochschule Esslingen (VDF), Dietmar Ness. Er  wagte in seiner Ansprache vorsichtige wirtschaftliche Prognosen. Zwar gäbe es noch volle Auftragsbücher bei den Unternehmen in Deutschland und man benötige allerorts gut Ausgebildete, aber ein leichter konjunktureller Wachstumsrückgang, im Vergleich zu den letzten Jahren, mache sich bemerkbar. Auch würden der Brexit und die protektionistische Haltung der USA nicht für Optimismus sorgen, so Ness.

Der Bürgermeister der Stadt Esslingen, Ingo Rust, verlieh drei Preise der Stadt Esslingen an Studierende mit besonders guten Leistungen. In seiner Ansprache bat er die neuen Alumni die Stadt Esslingen in guter Erinnerung zu behalten. Ingo Rust, selbst Alumni der Hochschule Esslingen, schlug vor und empfahl, dass man sich z.B. alljährlich auf dem Esslinger Weihnachtsmarkt mit seinen Kommilitonen treffen und sich privat austauschen könne.

Guido Till, der Oberbürgermeister der Stadt Göppingen, widersprach und wollte einem prognostizierten Rückgangs des Wirtschaftswachstums nicht folgen.
„Ich möchte darauf aber auch nicht wetten“, so lenkte er ein, bevor er mit Humor und sehr unterhaltsam fünf Preise der Stadt Göppingen an einige der Besten aus den Fakultäten Mechatronik / Elektrotechnik und Wirtschaftsingenieurwesen verlieh.

Unter den Gästen im Publikum waren auch zahlreiche Führungskräfte, die auf die Preisverleihungen der Firmen gespannt waren. Bevor jedoch sich die Bühne mit 42  Firmenpreisträgerinnen und -trägern füllte, wurden die 27 Preise des VDF vergeben. Traditionell vergibt der VDF Preise ab einem Notendurchschnitt  von 1,5 und besser.

Die Absolventen: Patrick Preiser und Christian Beckhaus von der Fakultät Angewandte Naturwissenschaften ließen in einem besonders gekonnten Dialog ihre Studentenzeit Revue passieren. Sie betonten vor allem eine "familiäre Atmosphäre" an der Hochschule Esslingen erlebt zu haben.

Last but not least: Amanda Stephens und Alessandro Canale ließen alle erahnen, was er bedeutet, in  internationalen Teams zu studieren und Projektarbeit mit interkultureller Beteiligung zu machen. Sie stellten heraus, wie großartig die Unterstützungen und Hilfestellungen waren, die sie aus der Fakultät Graduate School erfahren hatten. Applaus und, in Ermangelung von Pulten und Tischen, heftiges Fußgetrampel leiteten zur Zeugnisausgabe über, die an der Hochschule Esslingen, Campus Esslingen Stadtmitte, fakultätsbezogen stattfand. Eine großartige Feierstunde!